Mitarbeiterbindung – für ein langes, erfolgreiches Miteinander

Fachkräftemangel im Handwerk, im Einzelhandel und in der IT-Branche, Personalnot in Gastronomie und Hotellerie, fehlende Pflegekräfte und zu wenig Security-Mitarbeiter an den Flughäfen – dies sind nur einige Engpässe in der aktuellen Arbeitswelt, die uns alle in gewisser Weise beeinträchtigen. Umso wichtiger scheint es daher für Unternehmer, nicht nur freie Stellen zu besetzen – also neue Mitarbeiter zu gewinnen –, sondern vor allem, ihre derzeitigen Angestellten und mit ihnen das kostbare Know-how an den Betrieb oder das Geschäft zu binden. Es gilt, ihm/ihr Wertschätzung entgegenzubringen, damit er/sie nicht zur Konkurrenz wechselt, weil von dort ein verlockenderes Jobangebot gemacht wird. Mitarbeiterbindung ist also ohne Frage heutzutage ein wichtiges Instrument für ein erfolgreiches Unternehmertum. Wer möchte schon, dass das „Humankapital“ abwandert?
5 Arme und Hände. Jede Hand umfasst das Handgelenk seiner Nebenperson, so dass ein Fünfeck entsteht
© Pixabay
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Wenn talentierte, leistungsorientierte Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt heiß begehrt sind und entsprechend umworben werden, muss es für sie gute Gründe geben, ihrem Arbeitgeber sozusagen treu zu bleiben. Bezogen beispielsweise auf den Einzelhandel: Kompetente und überzeugende Verkäufer sind nicht leicht zu finden, darum sollte man als Geschäftsinhaber gut überlegen und einiges bieten, um das qualifizierte Fachpersonal zu halten. Dabei kann es sich natürlich nicht allein um eine Beförderung oder Gehaltserhöhung handeln. Spezielle Gratifikationen oder auch „Corporate Benefits“ sind heutzutage in den Unternehmen gang und gäbe, die Möglichkeiten sehr weitreichend. 

 

Den einzelnen Top-Mitarbeiter zu loben und zu belohnen mag demnach sinnvoll sein. Vielmehr geht es aber insgesamt um dessen Motivation, um die Leistungsbereitschaft und das Engagement für das Unternehmen. Diese Motivation (und somit die Produktivität) lässt sich ganz allgemein durch ein angenehmes Arbeitsumfeld steigern. Kostenlose Verpflegung mit Kaffee oder Obst, modernes Equipment an Büromöbeln, Maschinen, EDV oder dem Kassensystem sowie flexible Arbeitszeiten oder Home­office sind nur einige Beispiele dafür. Grundsätzlich sind hier kreative Ideen gefragt, um für ein zufriedenes Arbeitgeber-/Arbeitnehmerverhältnis und ein gutes Betriebsklima zu sorgen. Neben materiellen Anreizen und Vergünstigungen wie Gutscheinen, Personalrabatten, Zuschüssen, Dienstwagen oder Diensthandy sind dies außerdem attraktive Rahmenangebote wie die Kinderbetreuung, betriebliche Gesundheits- und Sportprogramme, Weiterbildungsmaßnahmen, Auslandsaufenthalte oder auch ein Mitarbeitermagazin. Diese und ähnliche Dinge können dazu beitragen, die Angestellten zu motivieren, sie langfristig an sich zu binden und so die Fluktuation zu verringern. 

 

Aber auch eine entsprechende Teambildung für ein harmonisches Miteinander dient der Motivation, der Zufriedenheit und somit der Mitarbeiterbindung. Denn gerade nach Lockdown und monatelangem Homeoffice, wo jeder „allein für sich“ gearbeitet hat, ist es aktuell wichtig, wieder das Wir-Gefühl zu fördern und zu stärken. Und auch bei mehreren Standorten eines Betriebs kann es für die Zusammenarbeit hilfreich sein, gelegentlich Team-Events zu veranstalten. Ein paar Beispiele, die mit teilweise wenig Aufwand eine mitunter große Wirkung haben, um das Betriebsklima zu verbessern: ein gemeinsamer Grillabend, ein Besuch im Klettergarten oder im Escape Room, bei heißem Sommerwetter einen Pool auf dem Betriebsgelände aufbauen, ein Team-Event im Bogenschießen oder ein Messerschmiede-Kurs, freitags nach dem Dienst ein gemeinsames Bier, samstags ein gemeinsames Frühstück, vielleicht sogar eine gemeinsame Reise am Wochenende, eine Rallye oder eine Schnitzeljagd. Wichtiger als der Wettkampf ist hierbei stets der Teamgedanke. 

Natürlich sollte die gewählte Maßnahme sowohl zum Unternehmen als auch zum Team passen: Wenn ein gemeinsames Event zum ersten Mal stattfindet, mag das für die Mitarbeiter möglicherweise eher ungewöhnlich sein. Langfristig wird es aber sicherlich positive Effekte haben. Anbieter solcher Seminare oder Teambuilding-Maßnahmen sind zum Beispiel: 

www.b2b.jochen-schweizer.de/mitarbeiterbindung
www.conout.com
www.faszinatour.eu
www.gruppenausflug.com
www.outdoor-kreativ.org 

Eine Zielscheibe, in der jede Menge Pfeile stecken.

Auf Mitarbeiterbedürfnisse eingehen

Überhaupt kann Mitarbeiterbindung etwas sehr Persönliches sein, denn die Bedürfnisse sind meist sehr unterschiedlich. Während ein junger Arbeitnehmer am Beginn seiner Karriere vermutlich mehr Wert auf künftige Aufstiegschancen legt, wird eine berufstätige Mutter dankbar für Kinderbetreuung und mobiles Arbeiten sein. Während der sportbegeisterte Mitarbeiter sich über die Bezuschussung des Fitnessstudios freut, lässt sich der Berufspendler mit Tankgutscheinen begeistern. Wünschenswert ist es am Ende doch, dass ein Arbeitnehmer sagen kann: „Hier arbeite ich gern. Hier möchte ich bleiben.“ – Selbst wenn es bei der Konkurrenz eventuell etwas mehr Gehalt gäbe. 

Zusammenfassend lässt sich zur Mitarbeiterbindung sagen: Neben der perspektivischen Bindung (Weiterbildung, beruflicher Aufstieg) und einer rationalen Bindung (Betriebliche Altersvorsorge, Bonussysteme) geht es auch um eine normative Bindung (gemeinsame Werte und Ziele, gegenseitiger Mehrwert) sowie eine emotionale Bindung (Wertschätzung, Beziehung zu Chef und Kollegen). Nähere Infos dazu unter:

www.karrierebibel.de/mitarbeiterbindung

Die Mitarbeiter­zufriedenheit ermitteln

Möchten Sie wissen, wie zufrieden Ihre Mitarbeiter sind? Dann sollten Sie gelegentlich eine (anonyme) Befragung durchführen. Wenn Sie dann die dort vorgeschlagenen Ideen zur Verbesserung des Betriebsklimas – so sie für Ihr Unternehmen realisierbar sind – umsetzen, lässt sich ein Abwerben von qualifizierten Fachkräften möglicherweise verhindern. Auch hier gibt es neben dem selbst erstellten Fragebogen beispielsweise Arbeitgeberbewertungsportale (Kununu, Indeed), sowie professionelle Unternehmen, die solche Mitarbeiterbefragungen anbieten und teilweise auch gleich auswerten:
www.company-mood.de
www.easy-feedback.de
www.honestly.de
www.mercer.de
www.questback.com

Über den Autor/in

Miriam von Chamier

Miriam von Chamier

Miriam von Chamier lebt als freie Redakteurin in der Nähe von Köln. Einer der Schwerpunkte ihres Schreibens liegt im Bereich Marketing und B2B. Darüber hinaus ist sie immer auf der Suche nach aktuellen und interessanten Themen, die es lohnen, darüber zu berichten.