Messerporträt: Glücksklee

Diese Messerkolumne ist nicht der allererste Ort für Reflektionen über die Coronavirus-Pandemie, aber diese hat schließlich unser aller Leben nachhaltig beeinflusst und spürbare Auswirkungen eben auch auf Messermacher, Ausstellungen, Messen und Kundenkontakte hinterlassen. Und auch die persönlichen Auswirkungen auf jeden Einzelnen können variieren zwischen phasenweisen Depressionen oder kreativen Schüben.
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Ein Messermacher, der die Zeit im Lockdown genutzt hat, um sich auch an neuen Techniken zu versuchen, ist Alois Reiterer aus Niederösterreich, der dieses Messer mit Glücksklee-Motiv bei der heurigen Messerausstellung im FeRRUM in Ybbsitz – der ersten im deutschsprachigen Raum seit langem – präsentiert hat. Es ist mit 23 cm Gesamtlänge ein mittelgroßes Jagdmesser aus dem bewährten Böhler N690 Stahl und es ist in Flacherl-Bauweise ausgeführt. Als Griffmaterial dient attraktives, weiß gestreiftes Büffelhorn und die Mosaik-Pins sind selbst hergestellt. Zum wirklichen Blickfang wird dieses Messer aber durch das Glücksklee-Motiv, das in mehreren Stufen in die stabile, 3 mm starke Klinge geätzt wurde und dadurch einen fast schon plastischen Eindruck hinterlässt. Damit steht dieses Messer für das, was wir für die Zukunft und für kommende Ausstellungen wünschen: 

Uns allen viel Glück!

Messer mit Kleeblatt-Ätzung
Ein komplex mehrstufig geätztes Motiv auf einem dekorativen Jagdmesser von Alois Reiterer, gesehen bei der Messerausstellung in Ybbsitz im September 2021. © Christoph Daim

Über den Autor/in

Christoph Daim

Christoph Daim

Christoph Daim schreibt über handgemachte Messer. Er ist Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde (DMG) und hat dort die Funktion des Lektors übernommen. Für WM-Intern schreibt er aus der Sicht des Messermachers über ausgefallene und kunstvolle Messer. www.viennablade.com www.deutsche-messermacher-gilde.de